Häufige Fragen (FAQ)

Im folgenden finden Sie die am häufigsten gestellten Fragen im Zusammenhang mit dem ProVita world Fund. Wir haben sie in 3 Abschnitte unterteilt:

  1. Allgemeine Fragen
  2. Fragen zur Nachhaltigkeit
  3. Fragen zur Technik

1. Allgemeine Fragen:

Frage: Was ist das Besondere an dem ProVita world fund?

  • Der ProVita world fund ist der einzige Fonds weltweit, der ein Anlageuniversum von über 60 Umweltfonds besitzt und mit einer historisch entwickelten Stop-Loss-Technik arbeitet. Das Fondsmanagement des ProVita world funds identifiziert unter Verwendung spezieller mathematischer Methoden langfristige Aufwärtstrends internationaler Märkte und nutzt diese durch ertragsstarke Investitionen in weltweit anlegende Umweltaktienfonds. (In aus mathematischer Sicht als stabil erkannten Abwärtsphasen werden diese Engagements in Umweltrenten- und Geldmarktfonds überbrückt oder die gehaltene Kasse aufgebaut. Im Aufwärtstrend investiert der ProVita world fund in die, nach dem mathematischen Ansatz, aussichtsreichsten der über 60 Einzelfonds.Diese Einzelfonds besitzen unterschiedliche Anlagecharakteristiken, besetzen unterschiedlichen Branchen, investieren in unterschiedliche Währungen und werden nach unterschiedlichen Kriterien gemanagt). Damit besitzt das Fondskonzept zwei wichtige Alleinstellungsmerkmale.

Frage: Ist das Konzept des neuen ProVita world funds nicht sehr aufwendig, das mit einer mathematisch gestützten Stopp-Loss Strategie unterlegt ist? Wie ist die Gebührenstruktur des Fonds und bezahlt ein Anleger nicht doppelt Gebühren?

  • Die Verwaltungskosten betragen jährlich 1,5 Prozent. Als Ziel hatten wir uns vorgenommen, die Gesamtkostenquote (TER- total expense ratio) unter zwei Prozent hinzubekommen, womit wir häufig günstiger liegen als viele Einzelfonds. Als institutioneller Investor können wir zu ganz anderen Konditionen bei unseren Fondspartnern einkaufen als ein privater Anleger; das heißt, dass ein Anleger in unserem Konzept nicht doppelt zur Kasse gebeten wird.

Frage: Für welche Anleger eignet sich dieser Nachhaltigkeitsfonds?

  • Aus unserer Sicht für jeden, der sein Investment sinnvoll und ertragreich gestalten will. Er sollte allerdings vorsichtig mit einer Anlagedauer von mindestens 5-7 Jahren kalkulieren.

Frage: Ab welchem Betrag kann man sich beteiligen?

  • Für Sparpläne über „Vermögenswirksamen Leistungen“ ab 34 Euro monatlich
    Normale Ansparpläne ab 50 Euro monatlich.
    Einmalanlagen sind ab 1.500 Euro möglich.

Frage: Besteht dafür überhaupt eine Nachfrage bei Vermittlern und Anlegern und wie kam es überhaupt zu dieser Fonds-Idee?

  • Deutsche Investoren hatten in den Jahren 2000-2003 über 300 Mrd. Euro an Börsenverlusten hinnehmen müssen. Diese schmerzhaften Erfahrungen wirken heute noch nach und das Vertrauen in die Märkte war vor allem in dieser Zeit stark erschüttert. Doch die Bereitschaft wieder vermehrt in Produktivvermögen zu investieren hat in letzter Zeit hierzulande deutlich zugenommen. Der Wunsch auf Erhalt der Wachstumschancen ist nahezu unverändert geblieben, jedoch erfahrungsbedingt bei begrenztem Risiko. Der Bedarf nach Sicherungsinstrumenten im Investmentbereich wächst daher kontinuierlich und viele Anleger machen sich auf die Suche nach professionellen Strategien. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach verantwortungsbewussten, ökologisch sinnvollen Kapitalanlageprodukten; die european business school und das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung spricht von einer Verzehn- bis Verzwanzigfachung der in umweltorientierten Fonds angelegten Gelder in den kommenden Jahren. Diesem wachsenden Markt und den gestiegenen Qualitätsansprüchen der Anlegerinnen und Anlegern wollen wir mit diesem wohl einzigartigen Fondskonzept Rechnung tragen.

2. Fragen zur Nachhaltigkeit:

Frage: Nach welchen Gesichtspunkten wurden die 60 Fonds, aus denen sich das Investmentuniversum des Fonds zusammensetzt, ausgesucht? Hat man für den Fonds eigene Negativ- und Positivkriterien erarbeitet?

  • Mittlerweile verfügen Anleger im deutschsprachigen Raum über eine Auswahl von über 100 Ethik-, Ökologie-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds. Die meisten sind allerdings erst in den vergangenen vier Jahren aufgelegt worden, über die gibt es noch keine aussagefähigen Langzeitstudien. Bei der Zusammenstellung der Fonds, in die der ProVita world fund investiert, arbeiten wir nicht mit Kriterienlisten. Wir haben statt dessen einen Auswahlprozess entwickelt, der verschiedene Qualitätsmerkmale berücksichtigt und den Darmstädter Definitionen für Nachhaltige Geldanlage genügt oder am nächsten kommt:
    finanztechnische Faktoren: Wir legen Wert auf eine hohe Beständigkeit und eine angemessene Volatilität (Anmerkung der Redaktion: Schwankungsintensität), achten aber auch darauf, wie häufig der Fondsmanager wechselt.
    Researcharbeit: Sie spielt eine wesentliche Rolle für die Entscheidungsfindung. Die Ergebnisse sollten zuverlässig, schlüssig und transparent sein.
    Anlageentscheidungen: Wir prüfen das Anlageprofil und die Definitionen der Fondsgesellschaften für Anlageentscheidungen. Dabei achten wir unter anderem auf die Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit des Managements.
    Nachhaltigkeit: Bei den 60 Fonds haben wir eine zusätzliche Nachhaltigkeitseinschätzung vorgenommen; wir investieren in maximal zehn Fonds. Sollte die Mathematik also zwanzig ertragsstarke Fonds ausweisen, werden daraus die zehn nachhaltigsten ausgesucht und nur dort wird investiert.

Frage: Wird ein externes Research für den Fonds genutzt?

  • Da unsere Informationsquellen sehr zuverlässig sind, sehen wir darin keinen Handlungsbedarf. Es würde aus unserer Sicht kein Mehrwert entstehen, wohl aber Kosten.

Frage: Welche Anbieter von Nachhaltigkeitsresearch sind über die Auswahl der Fonds im Investmentuniversum mittelbar in dem Fonds vertreten?

  • Als unabhängige Researcher sind oekom research, ethibel, eiris, siri und imug vertreten; mit einem eigenen Team zum Beispiel die SAM Gruppe, die Bank Sarasin, und die Zürcher Kantonalbank.

Frage: Bei den meisten nachhaltigen Investmentfonds ist der Beirat ein unabhängiges Gremium, das über die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien des Fonds wacht. In diesem Konzept scheint er die Aufgabe des Fondsmanagements zu übernehmen. Ist das richtig? Wie wird das mit drei Beiratsmitgliedern an unterschiedlichen Orten praktisch umgesetzt?

  • Der Fonds wird nach einem mathematischen Ansatz als sogenanntes Reaktionsmodell geführt. Neben der Qualitätssicherung für den Nachhaltigkeitsanspruch kann der Beirat darüber hinaus festlegen, zu wie viel Prozent die Stop-Loss-Technik Anwendung findet. Zur Zeit sind das 100 Prozent. Da dieses System tagesgenau die Märkte analysiert und der Vorgang automatisiert ist, ist ein häufiges, regelmäßiges und sehr aufwendiges Abstimmen des Ausschusses nicht erforderlich. Dadurch könnte kostbare Zeit für relevante Entscheidungen verloren gehen, durch die Technik wird das verhindert. Der Beirat hat bereits im Vorfeld durch die Definition des Zielfondsuniversums die Fondsauswahl festgelegt.

3. Fragen zur Technik:

Frage: Kann man den ProVita world fund bei allen Banken, Sparkassen und Direktbanken kaufen?

  • Nein, derzeit ist der Fonds nur über die gängigen Plattformen wie ebase, Frankfurter Fondsbank, Attrax, Mees Pierson, MFX, Nordas, OPFT, DAB, Capital Bank, BHF, Moventum, Oppenheim, Augsburger Aktienbank, Metzler und bei der Münchner Kapitalanlage AG erhältlich.

Frage: Vermittler wie Anleger erwarten immer mehr ein schlüssigesManagementkonzept. Gibt es bei Ihrem neuen Fonds klare „Spielregeln?

  • Für den Nachhaltigkeitsansatz orientieren wir uns an der „Darmstädter Definition für nachhaltige Geldanlagen.“ Dort sind klare Abgrenzungen nach ökologischen, ökonomischen und sozial-kulturellen Kriterien berücksichtigt. Für den finanzmathematischen Stop-Loss- Ansatz gelten ebenso klare Richtlinien für den Einkauf und den Verkauf von Fondsanteilen.

Frage: Dem Kurzexposé des ProVita world funds zufolge liegt dieser weltweit einmaligen Anlageform eine ausgeklügelte Stopp-Loss-Technik zugrunde. Wie muss man sich das vorstellen?

  • Die verwendete Technik wurde vor vielen Jahren entwickelt und wird seitdem in Portfolios sowie seit 2004 in anderen Fonds und Vermögensverwaltungen verwendet. Der Grundgedanke ist sehr einfach. Hierbei wird jeder beobachtete Aktienmarkt täglich nur daraufhin überprüft, ob die heutige Bewegung stabil ist. Um dabei ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, verwenden wir eine auf der Dynamik der Volatilitäten aufsetzende Wahrscheinlichkeitsrechnung. Dies gibt für jeden Markt und damit für jeden verwendbaren Fonds täglich einen Stop-Loss nach unten sowie eine Hürde nach oben vor, bei deren Überschreiten gekauft werden kann. Hierdurch kann man gerade in sehr problematischen Börsenphasen anteilig deutlich Kursverluste vermeiden, die ein klassischer Investmentansatz akzeptieren muss.

Frage: Heißt das, dass ProVita beim Fondsmanagement der Mathematik mehr vertraut als dem Fingerspitzengefühl?

  • Die Erfahrung nicht nur der letzten Jahre hat eines sicherlich deutlich gezeigt, das größte Risiko jedes Investments liegt in möglichen emotionalen Reaktionen. Das berühmte Fingerspitzengefühl mag zwar in guten Börsenzeiten manchmal Mehrwert bringen, doch steigt damit automatisch auch das eingegangene Risiko. Unser Ansatz trägt den Anlegern Rechnung, die zwar die Chancen der Börsen langfristig nutzen möchten, aber eben auf eine sehr kontrollierte Art und Weise. Historisch hat sich dies bei unseren Anlegern bezahlt gemacht. Wir konnten in Aufwärtsphasen mitziehen, in den turbulenten Phasen jedoch wesentlich besser das Kapital erhalten. In der Summe haben wir damit ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis erreichen können. Also bleibt es weiter dabei, Mathematik anstatt Emotion!

Frage: Wie viele Unternehmen sind in den 60 Fonds enthalten? Wie groß ist also das Investmentuniversum an der ‚Basis’?

  • Wenn man von den Überschneidungen absieht – in manchen Fonds kommen einzelne Papiere mehrfach vor – schätze ich, dass es über 500 Unternehmen sein werden, die in allen Umweltfonds enthalten sein können. Ein interessanter Sicherheitsaspekt dabei ist, dass man es mit einer großen Diversifizierung zu tun hat. Es handelt sich um sehr verschiedenartige Unternehmen, die sich in unterschiedlichsten Branchen betätigen und in unterschiedlichen Währungen gehandelt werden

Frage: Reicht ein Fonds-Universum von rund 60 Umweltfonds für eine vernünftige Allokation aus?

  • Natürlich kann mit einem einzigen Fonds niemals das gesamte Anlagevermögen eines Kunden abgedeckt werden. Der ProVita world fund ist allerdings als Basisinvestment für den Aktienanteil ausreichend gestreut und geeignet. Aus Sicht der Risikooptimierung ist eine Diversifikation in 60 Fonds sogar schon zuviel des Guten. Jede Streuung bedeutet Risiko- und Chancensenkung. Bei bis zu rund 10 Fonds sinkt das Risiko stärker, als die Chancen abnehmen, also ein sinnvoller Effekt. Streut man noch weiter, fangen jetzt die Chancen relativ stärker an zurück zu gehen wie das Risiko – ein zu vermeidender Effekt. Da die zur Verfügung stehenden rund 60 Fonds verschiedene Regionen, Stile, Währungen und Strategien berücksichtigen, haben wir hier tatsächlich eine mehr als genügende Auswahlmöglichkeit, verwendet werden aber grundsätzlich nur max. 10 unterschiedliche Positionen.